US Open 2019


 
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Wimbledon 2019


 
Wimbledon 2019

French Open 2019


 
French Open 2019

Tour

Peugeot Slovak Open 2019
SELECT MATCH
Date 2019-11-04
City Bratislava
Country Slovakia
Money € 114,800
Round 1
Surface Hard (i)
Field 32
Series Challenger Series

Archive

 

Ranking

2019-11-18

Profile

FirstnameCedrik-MarcelSurnameStebeNationalityCountryGermanyAge29 (10/09/1990)City of birthMuehlacker, GermanyResidenceMunich, GermanyHeight6'0" (183 cm)Weight154 lbs (70 kg)PlaysLeft-HandedBackhandDouble-HandedTurned Pro2010Single Ranking166Double RankingN/ASingle Career High71 Single High Date02/13/2012Doubles Career High376 Doubles High Date07/09/2012Single Career Titles0Doubleas Career Titles0Single Career Won/Loss28-42Doubles Career Won/Loss2-8Single Year to Date Titles0Doubles Year to Date Titles0Single Year to Date Won/Loss7-10Doubles Year to Date Won/Loss0-1Career Prize Money$1,177,609Year to Date Prize Money$322,799

News

     
  •   Nov, 2019
  • „Im Kopf reifer geworden“ – Cedrik-Marcel Stebe im Portrait

    „Im Kopf reifer geworden“ – Cedrik-Marcel Stebe im Portrait

    Nach eineinhalb Jahren Pause und drei Handgelenksoperationen ist er wieder zurück auf der Tour: Cedrik-Marcel Stebe. Seit April dieses Jahres spielt der Linkshänder wieder Turniere und ließ seither mit einigen starken Ergebnissen aufhorchen. Grund genug, ihn im „Portrait der Woche“ vorzustellen.



    Bis Ende Juli hatte der 29-jährige Stebe, der bereits zuvor häufig mit schweren Verletzungen umgehen musste, kein Match auf der ATP-Tour gewonnen. Doch dies sollte sich in Gstaad (Schweiz) völlig überraschend ändern: Der Wahl-Münchener erreichte das Finale, durch die dadurch gewonnen Punkte machte er einen Satz um fast 200 Plätze von Position 455 auf 257.

    Und der Aufwärtstrend sollte anhalten. Bei den US Open gewann er gegen die damalige Nummer 52 der Welt, Filip Krajinovic aus Serbien, mit 6:3, 4:6, 6:4 und 7:6 (8:6) und nahm dem Kroaten Marin Cilic in Runde zwei immerhin einen Satz ab. Erst vor wenigen Wochen spielte sich Stebe dann aus der Qualifikation heraus bis ins Viertelfinale des ATP-Turniers von Stockholm.

    Die gesteckten Ziele längst erreicht

    Seit Montag (28. Oktober 2019) wird der gebürtige Mülheimer auf Rang 166 der ATP-Weltrangliste geführt. „Vor der Saison hatte ich mir das Ziel gesetzt, im Frühjahr 2020 wieder um Platz 200 bis 230 zu stehen, damit ich die Qualifikationen für die Grand Slam-Turniere spielen kann“, berichtet Stebe in der vergangenen Woche beim Tennis Challenger in Hamburg. Dieses Ziel ist längst erreicht. „Alles was in diesem Jahr noch kommt, ist Bonus für mich.“

    Dass Stebe überhaupt noch professionell Tennis spielt, ist nicht selbstverständlich. Am rechten Handgelenk musste ein Knochen abgefräst werden. „Ich habe am Anfang gedacht, dass es mit einer Operation getan ist“, erinnert er sich. „Der Knochen ist allerdings nachgewachsen und musste noch einmal abgefräst werden. Nach der zweiten Operation ist dann noch eine Sehne gerissen, die bei einer dritten Operation entfernt wurde“, schildert Stebe.

    Entspannt und gereift

    Aufgeben war für den sympathischen Deutschen dennoch keine Option. „Wenn ich aufgehört hätte, hätte ich es mir vielleicht irgendwann vorgeworfen. Außerdem habe ich das Gefühl, mein volles Potential noch nicht ausgeschöpft zu haben und, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist“, bekräftigt Stebe. Bisher war Platz 71 in der Weltrangliste am 13. Februar 2012 seine höchste Platzierung, zudem war Stebe bereits viermal für Deutschland im Davis Cup unterwegs – mit einer positiven Bilanz von 3:1.

    Sicherlich auch durch die viele Verletzungen wurde er an weiteren Einsätzen für Deutschland oder auch einer höheren Weltranglistenplatzierung gehindert. Nichtsdestotrotz hat Stebe auch etwas aus dieser Zeit lernen können. „Ich versuche, die Dinge ein bisschen entspannter zu sehen und bin im Kopf reifer geworden – das macht im Sport viel aus.“

    Freie Punkte „auf hohem Niveau wichtig“

    Zurzeit arbeitet der Schützling von Tobias Summerer vor allem an seinem Aufschlag. „Ich muss da ein bisschen mehr Konstanz reinbekommen. Den ein oder anderen freien Punkt zu bekommen, ist auf dem hohen Niveau wichtig. Das würde mir und meinem Spiel sehr guttun. Auch mit meinem Volleyspiel bin ich noch nicht zufrieden“, bekräftigt Stebe.

    Um in der Weltrangliste noch weiter nach oben zu klettern, geht es für ihn in der kommenden Woche zu einem weiteren Challenger-Turnier nach Bratislava (Slowakei), danach ist die Saison beendet. Für die Planungen der neuen Saison gehe es dann darum, einen guten Mix aus ATP- und Challenger-Turnieren zu finden. Ein Verhältnis von 60 Prozent ATP-Turniere zu 40 Prozent Challenger Tour wäre optimal für ihn. Aber das sei natürlich stark von seinen Ergebnissen und dem Ranking abhängig, weiß Stebe.

    In der wenigen freien Zeit nach Saisonschluss und bis das Training für die neue Saison wieder losgeht, plant Stebe erstmals seit langer Zeit wieder zum Golfschläger zu greifen. „Das habe ich in letzter Zeit wegen meines Handgelenks nicht gemacht, ich wollte nichts riskieren.“ Es würde nicht verwundern, sollte er auch auf dem Golfplatz schnell zu alter Stärke zurückfinden. 

  •   Jun, 2019
  • Stebe gewinnt den 34. Troiber-Cup

    Stebe gewinnt den 34. Troiber-Cup

    Gestern noch in Paris bei den French Open, heute im niederbayerischen Hofkirchen beim 34. Troiber-Cup. Cedric-Marcel Stebe, Nummer sechs der deutschen Herrenrangliste und Spieler der Tennisbase Oberhaching, nutzte spontan die Gelegenheit nach seiner langen Verletzungspause beim traditionellen Herrenturnier des TC Hofkirchen Matchpraxis zu sammeln.



    Die bekam der topgesetzte, 28-jährige Daviscup-Spieler vom TK Kurhaus Aachen dann auch reichlich, denn bis zum Turniersieg musste er zwölf, teils hart umkämpfte Sätze absolvieren. Im Viertelfinale gegen Lukas Ollert (TC Iserlohn) ging es beim 7:6/3:6/6:4 über die volle Distanz.

    Dafür war das Halbfinale gegen Vorjahressieger Sebastian Prechtel (TSV 1880 Starnberg) mit 6:1/6:2 deutlich zügiger beendet. Etwas länger brauchte sein Finalgegner Eduardo Struvay (TC Kaiserswerth) beim 6:3/6:4 gegen Dauergast und Publikumsliebling Pascal Meis (TC Wolfsberg Pforzheim). Struvay, Kolumbianer mit belgischem Pass, war selbst dem fachkundigen Publikum aus Hofkirchen und Umgebung unbekannt. Das sollte sich ändern, als die ungesetzte Nr. 85 der deutschen Herrenrangliste zunächst die Finalträume des an Position 2 gesetzten Stephan Hoiss (TV Reutlingen), Nr. 34 DTB, in drei Sätzen beendete, im Viertelfinale auch Hannes Wagner (TC Schießgraben Augsburg) in drei Sätzen bezwang und schließlich nach dem Sieg gegen Meis im Finale stand.

    Die 600 Zuschauer in der Hofkirchener Tennisarena erlebten im Endspiel einen dreistündigen Tenniskrimi auf höchstem Niveau, in dem sich Cedric-Marcel Stebe am Ende 5:7/6:3/7:5 durchsetzte.

    Der Siegerscheck über 3.600 Euro und zwei ansehnliche Pokale waren der verdiente Lohn für den Sieg beim mit 12.000 Euro dotierten Troiber-Cup.

  •   Sep, 2017
  • Stebe und Bachinger im Titelrausch

    Stebe und Bachinger im Titelrausch

    Cedrik-Marcel Stebe und Matthias Bachinger siegreich auf der Challenger-Tour.

     



    Deutsches Traum-Wochenende auf der ATP-Challenger-Tour: Während Cedrik-Marcel Stebe das Sandplatzturnier im rumänischen Sibiu gewann, triumphierte Matthias Bachinger beim Hartplatzevent in Gwangju (Südkorea).

    Aller guten Dinge sind drei. Nach den Turniersiegen in Poprad-Tatry und Vancouver hat Cedrik-Marcel Stebe auch die mit 43.000 US Dollar dotierten Sibiu Open in Rumänien gewonnen. Im Finale bezwang der 26-jährige Linkshänder Carlos Taberner aus Spanien mit 6:3 und 6:3. In der Vorschlussrunde hatte der Topgesetzte gegen Landsmann Maximilian Marterer nur drei Spiele abgegeben.

    Durch den siebten Challenger-Titel seiner Karriere kehrt Stebe unter die Top 80 zurück. Seine Karriere-Bestmarke (ATP 71) wird der deutsche Davis-Cup-Spieler voraussichtlich noch in dieser Saison verbessern.

    Bachinger ohne Satzverlust

    Für Matthias Bachinger (ATP 269) war es der erste Challenger-Titel in dieser Saison und der vierte insgesamt. Beim mit 50.000 US Dollar dotierten Gwangju Challenger hatte sich der ungesetzte Münchner ohne Satzverlust ins Finale gespielt. Im Endspiel setzte sich der 30-Jährige mit 6:3, 6:4 gegen den taiwanesischen Qualifikanten Tsung-Hua Yang durch.

    Sechs Jahre nach seinem letzten Challenger-Coup in Athen kratzt Bachinger nun wieder an den Top 200. Der Schützling von Lars Übel war 2011 bereits die Nummer 85 der Weltrangliste.

  • Down-Under-Wochen für deutsche Herren

    Down-Under-Wochen für deutsche Herren

    Das deutsche Davis-Cup-Team trifft Anfang Februar in einem Auswärtsspiel auf Australien.



    Down-Under-Wochen im deutschen Tennis: Das Davis-Cup-Team trifft in der ersten Runde der Weltgruppe 2018 auswärts auf den diesjährigen Halbfinalisten Australien und kann somit nach den Australian Open gleich vor Ort bleiben. Dies ergab die Auslosung am Mittwoch in London. Die Auftaktrunde wird vom 2. bis 4. Februar ausgetragen, wenige Tage nach Abschluss des Grand-Slam-Turniers von Melbourne.

    Rumpfteam schafft Klassenerhalt

    Die Sieger ziehen ins Viertelfinale ein, die Verlierer kämpfen in der Relegation gegen den Abstieg. Der 28-malige Champion Australien war zuletzt mit Nick Kyrgios, Nummer 20 der Welt, als Topspieler angetreten. Die weiteren Erstrunden-Partien bestreiten Serbien gegen die USA, Italien gegen Japan, Frankreich gegen die Niederlande, Spanien gegen Großbritannien, Kasachstan gegen die Schweiz, Kroatien gegen Kanada und Belgien gegen Ungarn.

    In der laufenden Saison, die Frankreich und Belgien vom 24. bis 26. November mit dem Finale in Lille abschließen, hatte die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) ihr Auftaktmatch in Frankfurt trotz Bestbesetzung mit Jungstar Alexander Zverev und Routinier Philipp Kohlschreiber in Frankfurt gegen die Belgier 1:4 verloren. Durch ein 3:2 im Play-off in Portugal verhinderte am vergangenen Wochenende eine deutsche Rumpfmannschaft ohne Topspieler den dritten Abstieg nach 1982 und 2003.

    Welches Gesicht die deutsche Davis-Cup-Mannschaft im kommenden Jahr haben wird, ist völlig offen. Der auslaufende Vertrag von Kapitän Michael Kohlmann wird wohl verlängert werden, ob Kohlmann und Chefberater Boris Becker aber auf Alexander Zverev und dessen Bruder Mischa (beide Hamburg) setzen können, ist nicht gesichert.

    Zverevs und Kohlschreiber wieder dabei?

    Die Zverevs hatten wie Routinier Philipp Kohlschreiber (Augsburg) auf einen Einsatz im Abstiegskampf gegen Portugal kurz nach den US Open verzichtet. Alexander Zverev, generell dem Davis Cup nicht abgeneigt, hatte sich auf Betreiben seines Umfelds gegen einen Einsatz und für eine Ruhepause entschieden, Mischa Zverev wäre auf Sand gegen die Portugiesen wohl ohnehin nur eine Option für das Doppel gewesen - im Gegensatz zu Kohlschreiber, dessen Verzicht bei Becker auf Unverständnis gestoßen war.

    Die deutsche B-Mannschaft hatte sich in Portugal solide präsentiert, gegen zweitklassige Gegner aber nicht unbedingt für höhere Aufgaben empfohlen. Jan-Lennard Struff (Warstein), der durch einen Fünf-Satz-Sieg gegen Joao Sousa den entscheidenden dritten Punkte geholt hatte, sowie Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz), der zuvor ebenfalls Sousa bezwungen hatte, wären wohl erneut Notlösungen.

  • 3:1! Struff sichert Klassenerhalt!

    3:1! Struff sichert Klassenerhalt!

    Jan-Lennard Struff behält die Nerven

     

    Jan-Lennard Struff hat die Nerven behalten und mit einem starken Auftritt in fünf Durchgängen den Klassenerhalt für das deutsche Team gesichert.



    Das deutsche Davis-Cup-Team bleibt mindestens ein weiteres Jahr in der Weltgruppe der 16 besten Tennis-Nationen. Jan-Lennard Struff holte vor den Augen von Chef-Berater Boris Becker im Relegationsduell in Oeiras den entscheidenden dritten Punkt für die ersatzgeschwächte DTB-Auswahl gegen Gastgeber Portugal.

    Der 27 Jahre alte Warsteiner setzte sich im Spitzeneinzel gegen Joao Sousa nach einer Achterbahnfahrt über 3:13 Stunden 6:0, 6:7 (3:7), 3:6, 7:6 (8:6), 6:4 durch. Dabei wehrte Struff im vierten Satz einen Matchball mit Serve-and-Volley ab.

    Struff hatte am Samstag an der Seite des Davis-Cup-Debütanten Tim Pütz (Frankfurt) das Doppel in fünf Sätzen gewonnen und damit die Weichen für den Klassenerhalt gestellt. Den ersten Punkt hatte Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz) am Freitag geholt. Das vierte Einzel war beim Stand von 3:1 ohne Bedeutung für den Ausgang der Partie.

    Gegen wen Deutschland im kommenden Jahr (2. bis 4. Februar) in der ersten Runde antritt, entscheidet sich bei der Auslosung am kommenden Mittwoch (20. September, 15.00 Uhr MESZ) in London. Das Team des Deutschen Tennis Bundes (DTB) startet 2018 in seine 14. Saison in der Weltgruppe nacheinander.

  • Nur noch ein Punkt fehlt

    Nur noch ein Punkt fehlt

    Jan-Lennard Struff und Tim Pütz gewinnen Fünf-Satz-Krimi.

    Wichtiger Erfolg für das deutsche Davis-Cup-Doppel: Jan-Lennard Struff und Tim Pütz besiegten Joao Sousa und Gastao Elias in fünf Sätzen. Damit fehlt dem Team von Michael Kohlmann nur noch ein Sieg zum Klassenerhalt.

     



    Chef-Berater Boris Becker darf bei seiner Rückkehr ins deutsche Davis-Cup-Team mehr denn je auf ein Happy End hoffen. Nach dem Zittersieg des Duos Jan-Lennard Struff und Tim Pütz im Doppel fehlt der ersatzgeschwächten DTB-Auswahl in der Relegation gegen Gastgeber Portugal nur noch ein Sieg zum Klassenerhalt in der Weltgruppe der 16 besten Tennis-Nationen.

    Struff und Debütant Pütz setzten sich in Oeiras gegen Joao Sousa und Gastao Elias nach 3:37 Stunden 6:2, 4:6, 6:7 (5:7), 6:4, 6:4 durch und brachten Deutschland vor den beiden abschließenden Einzeln am Sonntag (ab 12.00 Uhr MESZ/DAZN) mit 2:1 in Führung. Am Freitag hatte Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz) überraschend Joao Sousa geschlagen, ehe Struff ebenso unerwartet gegen Pedro Sousa verlor.

    Der 27 Jahre alte Warsteiner, in Abwesenheit der Top-Spieler Alexander Zverev, Mischa Zverev und Philipp Kohlschreiber die Interims-Nummer eins im Team des Deutschen Tennis Bundes (DTB), wurde seiner ihm zugedachten Führungsrolle auch am Samstag über weite Strecken nicht gerecht. Er durfte sich zunächst bei Pütz bedanken, der in seinem ersten Einsatz für Deutschland kaum Nerven zeigte, und das Duo im Spiel hielt. Im Entscheidungssatz fand Struff aber zu seiner Form zurück.

    Bundesliga-Erfahrung

    Ob Struff, immerhin der am besten platzierte Spieler beider Teams, nach den beiden schwachen Vorstellungen am Sonntag gegen Joao Sousa im Spitzeneinzel zum Einsatz kommt, ist fraglich. Teamchef Michael Kohlmann steht noch Neuling Yannick Hanfmann (Karlsruhe) zur Verfügung. Für das zweite Einzel gegen Pedro Sousa ist Stebe gesetzt.

    Kohlmann und Berater Becker hatten am Samstag wie erwartet auf Struff und Pütz gesetzt, die gemeinsam in der Bundesliga für Blau-Weiß Halle aufschlagen und in der vergangenen Woche beim Challenger-Turnier in Genua triumphiert hatten. Nach zehn Niederlagen in den letzten 13 Davis-Cup-Doppeln sollte die Eingespieltheit den Ausschlag für die Gäste geben - soweit der Plan des früheren Spezialisten Kohlmann.

    Tatsächlich starteten Struff und Pütz stark in die Partie, vergaben allerdings zu viele Chancen und damit eine vorzeitige Entscheidung. Im dritten Satz verspielte das Duo sogar eine 5:3-Führung. Der zweimalige Davis-Cup-Sieger Becker versuchte, sich in der deutschen Box bemerkbar zu machen, sprach kurz mit Kapitän Kohlmann, feuerte an und zeigte seine berühmte Becker-Faust.

    Im fünften und entscheidenden Durchgang erreichte der Krimi vor 1500 Zuschauern im Clube de Ténis do Jamor seinen Höhepunkt. Als Elias beim Stand von 4:4 einen Volley ins Aus setzte, hatten die Gäste die Vorentscheidung geschafft. Im letzten Aufschlagspiel behielt Pütz die Nerven und fiel Struff erleichtert in die Arme.

  • 1:1 in Portugal: DTB-Team zittert weiter

    Jan-Lennard Struff hat die große Chance vergeben, dem ersatzgeschwächten deutschen Davis-Cup-Team in Portugal den Weg zum Klassenerhalt in der Weltgruppe zu ebnen.



    Nach dem überraschenden Sieg des Rückkehrers Cedrik-Marcel Stebe verlor der favorisierte Warsteiner gegen den Weltranglisten-107. Pedro Sousa deutlich mit 2:6, 5:7, 6:7 (5:7). Vor dem Doppel am Samstag (15.30 Uhr live auf DAZN und im LIVETICKER) steht es damit in Oeiras 1:1.

    "Hätte uns das vorher jemand gesagt, wären wir damit zufrieden gewesen", sagte Boris Becker, der erstmals in seiner Funktion als Head of Men's Tennis zur deutschen Delegation gehört: "Stebe hat toll gekämpft, da keimte schon ein Funken Hoffnung auf das 2:0 auf. Struff hatte schwierige Bedingungen, das war fast schon orkanartig."

    Unterstützt von Boris Becker, der in der DTB-Auswahl sein Debüt als Head of Men's Tennis gab, hatte Stebe (26) die Gäste zum Auftakt in Führung gebracht. Fünf Jahre nach seinem letzten Davis-Cup-Einsatz setzte sich der Linkshänder aus Vaihingen/Enz gegen den portugiesischen Spitzenspieler Joao Sousa nach 2:36 Stunden mit 4:6, 6:3, 6:3, 6:0 durch.

    Nachdem Stebe mit Satz und Break in Rückstand gelegen hatte, tauchte Becker in der Box auf, und das Match drehte sich. Zuvor hatte der dreimalige Wimbledonsieger Struff (27) auf dessen Einzel vorbereitet. "Er hat mich schon angespornt", sagte Stebe: "Wenn Boris da ist, will man gutes Tennis spielen. Ich nehme jeden Krümel mit, den er mir gibt."

    Stebes Comeback

    Seinen dritten Einzelsieg im Davis-Cup wollte er jedoch nicht nur auf Beckers Tipps zurückführen. "Eine meiner Stärken ist, dass ich zurückkommen und dem Gegner zeigen kann: Um mich zu schlagen, musst du schon vier Stunden spielen."

    Stebe war wie Yannick Hanfmann (Karlsruhe) und Doppelspieler Tim Pütz (Frankfurt) nur durch die Absagen der Top-Spieler Alexander Zverev, Mischa Zverev und Philipp Kohlschreiber ins Team gerutscht. 2012 hatte er die Mannschaft des Deutschen Tennis Bundes (DTB) mit einem Sieg gegen den Australier Lleyton Hewitt vor dem Abstieg aus der Weltgruppe der 16 besten Nationen gerettet. Teamchef Michael Kohlmann hat für das Doppel Hanfmann und Pütz nominiert, darf allerdings noch kurzfristig umstellen.

  • Stebe bringt DTB-Team in Führung

    Stebe bringt DTB-Team in Führung

    Davis Cup: Cedrik-Marcel Stebe bezwingt Joao Sousa.

    Cedrik-Marcel Stebe (26) hat dem ersatzgeschwächten deutschen Davis-Cup-Team den Klassenerhalt in der Weltgruppe ein gutes Stück näher gebracht. Und schickt Jan-Lennard Struff mit einer Führung in das zweite Einzel (jetzt im kostenlosen LIVESTREAM auf SPOX und tennisnet.com, das ganze Wochenende live auf DAZN).



    Stebe schlug im Clube de Ténis do Jamor von Oeiras den portugiesischen Spitzenspieler Joao Sousa nach 2:36 Stunden 4:6, 6:3, 6:3, 6:0. Dabei war zu Beginn der Partie war noch vieles gegen die deutsche Nummer zwei gelaufen.

    Während Boris Becker, der in seiner Funktion als Head of Men's Tennis erstmals die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) betreut, Jan-Lennard Struff (Warstein) auf dessen Einsatz vorbereitete, lag Stebe mit Satz und Break in Rückstand. Erst als Becker in der deutschen Box auftauchte, drehte sich bei böigem Wind das Match, das nur 500 Zuschauer verfolgten - darunter 50 Anhänger aus Deutschland.

    Stebe war wie Yannick Hanfmann (Karlsruhe) und Doppelspieler Tim Pütz (Frankfurt) nur durch die Absagen der Top-Spieler Alexander Zverev, Mischa Zverev und Philipp Kohlschreiber ins Team gerutscht. Fünf Jahre nachdem Stebe dem DTB mit einem Sieg über Australiens ehemaligen Weltranglistenersten Lleyton Hewitt die Klasse der besten 16 Tennis-Nationen gesichert hatte, feierte er ein beeindruckendes Comeback.

    Erster Schritt zum Klassenerhalt

    Portugals einzigem Top-100-Spieler Joao Sousa war der Druck anzumerken, der auf ihm lastet. Die Chance, sein Land erstmals in der Geschichte des Davis Cup in die Weltgruppe zu führen, lähmte die Nummer 57 der Weltrangliste, nach einem Wutausbruch im dritten Satz kassierte Sousa eine Verwarnung. Stebe spielte dagegen mit dem Selbstvertrauen auf, das er nach seiner Verletzungsmisere durch zwei Titel auf der zweitklassigen Challenger-Tour gesammelt hatte. Mittlerweile ist er wieder auf Platz 90 des Rankings geklettert.

    Das DTB-Team hatte im Februar in Bestbesetzung mit den Zverev-Brüdern, Kohlschreiber und Struff überraschend gegen Belgien verloren und war so in Abstiegsgefahr geraten. Becker gelang es nicht, die Führungsspieler für den Davis Cup zu begeistern. Dank Stebe wächst dennoch der Glaube an ein weiteres Jahr in der Weltgruppe, da weder Pedro Sousa im zweiten Einzel noch Gastao Elias oder Joao Domingues zur absoluten Weltklasse gehören.

  • "Schon Beckers Anwesenheit spornt uns an"

    "Schon Beckers Anwesenheit spornt uns an"

    Davis Cup, Portugal vs. DTB: Cedrik-Marcel Stebe im Interview.

    Das DTB-Team muss in der Davis-Cup-Relegation in Portugal ran (beide Einzel am Freitag ab 12 Uhr im kostenlosen LIVESTREAM auf SPOX und tennisnet.com, das ganze Wochenende live auf DAZN). Teil der Mannschaft ist endlich auch wieder Cedrik-Marcel Stebe. Einst die Nummer 71 der Welt und eine der Hoffnungen im deutschen Tennis, wurde er durch eine beispiellose Verletzungsgeschichte für zweieinhalb Jahre außer Gefecht gesetzt. Im Interview spricht der 26-Jährige über seine Leidenszeit, das Klavier als Rettungsanker, sein legendäres Duell gegen Lleyton Hewitt und die Hilfe von Boris Becker.



    SPOX/Tennisnet: Herr Stebe, was hätten Sie vor einigen Wochen jemandem geantwortet, wenn er Ihnen prognostiziert hätte, an diesem Wochenende im Davis Cup dabei zu sein?

  • Mit Boris Becker gegen den Absturz

    Mit Boris Becker gegen den Absturz

    Boris Becker soll zusätzliche Kräfte freisetzen.

    Boris Becker hat bei der Davis-Cup-Relegation in Portugal seinen ersten offiziellen Auftritt als Head of Men's Tennis. Der Leimener soll allein mit seiner Anwesenheit dringend benötigte Kräfte für den Kampf gegen den Abstieg freisetzen.

     



    Boris Becker kniff die Augen zusammen und blinzelte angestrengt in die portugiesische Spätsommer-Sonne. Die Frage nach dem möglichen Absturz in die sportliche Bedeutungslosigkeit behagte dem Tennis-Idol aus Leimen nicht. "Das sind für mich ungelegte Eier. Wir spielen auf Sieg. Alles andere findet in meinem Kopf nicht statt", sagte Becker energisch. Einen Tag vor Beginn der Davis-Cup-Relegation in Oeiras musste sich allerdings auch der neue Kopf des deutschen Männertennis mit dem drohenden Abstieg aus der Weltgruppe befassen. Ohne die Brüder Alexander und Mischa Zverev sowie Philipp Kohlschreiber stemmt sich im Clube de Ténis do Jamor eine deutsche B-Mannschaft gegen den Gang in die Zweitklassigkeit.

    "Muss auf die Spieler zugehen"

    Nur wenige Wochen nach seiner Rückkehr zum Deutschen Tennis Bund (DTB) ist Becker als Krisenmanager gefordert, dabei wollte der dreimalige Wimbledonsieger zunächst für das große Bild in der Öffentlichkeit zuständig sein. In Portugal muss er sich um die unerfahrenen Neulinge Tim Pütz und Yannick Hanfmann kümmern, die Interims-Nummer eins Jan-Lennard Struff starkreden und Cedrik-Marcel Stebe die Nervosität vor dem Auftakt am Freitag (12.00 Uhr MESZ, im Livestream auf tennisnet.com und DAZN) gegen den favorisierten Joao Sousa nehmen.

    Unmittelbar nach seiner Ankunft am Mittwochabend nahm Becker daher seine Arbeit auf und ergriff beim offiziellen Teamdinner das Wort. "Ich muss auf die Spieler zugehen", erklärte er: "Ich hoffe, mit meiner Präsenz und meinen Worten ihnen etwas den Druck nehmen zu können." Becker ist sich seiner Rolle bewusst, er ist der Fixstern im deutschen Team, um den sich alles dreht, auf den alle Augen gerichtet sind.

    Daher beeilte er sich auch, die Verantwortung von DTB-Kapitän Michael Kohlmann herauszustellen. "Wir haben uns in den letzten Wochen häufig ausgetauscht, aber er hat das letzte Wort. Michael entscheidet", sagte Becker. Während der Partien wird er in der Box hinter der Bande Platz nehmen, Kohlmann sitzt auf der Bank und hat direkten Einfluss auf die Spieler.

    Becker als Ansporn

    Rückkehrer Stebe, der Deutschland schon einmal vor dem Abstieg gerettet hatte, ehe er jahrelang mit Verletzungen kämpfte, setzt dennoch auf den Faktor Becker. "Er spornt uns an, mit seinen Tipps können wir hoffentlich noch besser spielen", sagte der kürzlich unter die Top 100 der Weltrangliste zurückgekehrte Linkshänder. Struff, mit vier Einsätzen der erfahrenste deutsche Davis-Cup-Spieler, hält Becker "für eine Bereicherung".

    Auf den Weltranglisten-54. aus Warstein wird es in Portugal besonders ankommen, zumal er nach dem Start am Freitag gegen Pedro Sousa auch im Doppel am Samstag (15.30 Uhr MESZ auf DAZN) und im Spitzeneinzel am Sonntag (12.00 Uhr MESZ auf DAZN) gegen Joao Sousa zum Einsatz kommen kann. Struff traut sich das Mammutprogramm zu, gestärkt durch Beckers Zuspruch: "Er ist der Führungsspieler im Team und wird von seinen Kollegen als dieser akzeptiert."

    Auch dank Struff beziffert Becker die Chancen auf den Verbleib in der Weltgruppe auf 50:50, "die Tagesform wird entscheiden", glaubt er. Kapitän Kohlmann sieht es ähnlich, "es wäre aber auch kein guter Einstieg, Boris zu widersprechen", scherzte der frühere Doppelspezialist. Nur eines wäre zum Start der nächsten "Becker-Ära" im deutschen Männertennis noch schlimmer: der Absturz in die Zweitklassigkeit nach 13 Jahren unter den 16 Top-Nationen.

  • Stebe eröffnet gegen Sousa

    Stebe eröffnet gegen Sousa

    Cedrik-Marcel Stebe und Jan-Lennard Struff bestreiten Auftakteinzel

     

    Cedrik-Marcel Stebe und Joa Sousa bestreiten das Auftakteinzel in der Davis-Cup-Relegation zwischen Portugal und Deutschland.



    Cedrik-Marcel Stebe und Jan-Lennard Struff bestreiten am Freitag die Auftakteinzel in der Davis-Cup-Relegation gegen Gastgeber Portugal. Teamchef Michael Kohlmann entschied sich in Absprache mit Tennis-Idol Boris Becker für das Duo und gegen Neuling Yannick Hanfmann (Karlsruhe), der zunächst für das Doppel am Samstag (15.30 Uhr MESZ) an der Seite des Frankfurters Tim Pütz nominiert ist.

    Stebe (Vaihingen/Enz), der vor seiner Verletzungsmisere im bislang einzigen Davis-Cup-Einsatz Deutschland 2012 den Klassenerhalt in der Weltgruppe gesichert hatte, trifft im ersten Einzel am Freitag (12.00 Uhr, live und gratis auf tennisnet.com) auf die portugiesische Nummer eins Joao Sousa. Struff (Warstein) bekommt es im Anschluss mit Pedro Sousa zu tun.

    Am Sonntag (ab 12.00 Uhr MESZ) sollen auf dem Sandplatz im Clube de Ténis do Jamor von Oeiras zunächst die Spitzenspieler Struff und Joao Sousa, anschließend Stebe und Pedro Sousa aufeinandertreffen. Umstellungen sind allerdings kurzfristig möglich. Voraussichtlich werden Struff und Pütz, die gemeinsam in der Bundesliga für Halle antreten, im Doppel aufschlagen.

    Nach den Absagen der Zverev-Brüder Alexander und Mischa sowie von Philipp Kohlschreiber muss die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Zuletzt gehörte der dreimalige Davis-Cup-Champion vor 13 Jahren nicht zu den besten 16 Tennis-Nationen. In Portugal gehört der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker erstmals in seiner neuen Funktion als Head of Men's Tennis zur deutschen Delegation.

    Die Auslosung im Überblick:

    Freitag (Spielbeginn 12.00 Uhr MESZ/tennisnet.com/spox.com und DAZN):

    • Cedrik-Marcel Stebe (ATP-Nr. 90) - Joao Sousa (Nr. 57)
    • Jan-Lennard Struff (Nr. 54) - Pedro Sousa (Nr. 107)

    Samstag (15.30 Uhr MESZ/DAZN):

    • Tim Pütz/Yannick Hanfmann - Joao Sousa/Gastao Elias

    Sonntag (12.00 Uhr MESZ/DAZN):

    • Struff - J. Sousa
    • Stebe - P. Sousa
  • "Kommt mir vor wie ein Wunder"

    "Kommt mir vor wie ein Wunder"

    Das imponierende Comeback des Cedrik-Marcel Stebe

    Er war jahrelang verletzt - und legte dann ein Traumjahr 2017 hin. "Ich hatte nie so viel Spaß am Tennis wie jetzt", schwärmt Cedrik-Marcel Stebe, und daran ändert hoffentlich auch sein Zweitrunden-Aus in New York nichts.



    Es gab immer wieder die ganz schweren, ganz dunklen Tage. Die Tage voller Zweifel und Resignation. Die Tage, an denen Cedrik-Marcel Stebe (26) "am Boden zerstört" und knapp davor war, "alles hinzuschmeißen". Die Tage, an denen er sich fragte, warum das Schicksal ausgerechnet ihm immer neue, grausame Streiche spielte. "Es war oft so, dass ich kein Licht mehr sah am Ende des Tunnels", sagt Stebe. Einst war er das Zukunftsgesicht des deutschen Tennis, einer jener jungen, aufstrebenden Spieler, die für Furore im ATP-Wanderzirkus, aber auch im Davis-Cup-Team sorgten. Und dann, plötzlich und unerwartet, war Stebe nur noch das Sorgenkind, der Dauerpatient, der ewig Verletzte. Er verschwand völlig aus der öffentlichen Wahrnehmung, selbst viele Insider wußten nicht, was aus ihm und seiner Karriere geworden war - und werden sollte.

    Doch hier, bei den US Open 2017, war er auf einmal wieder da, auf einer großen Bühne, bei einem der schillernden Grand Slam-Turniere - und auch wenn er sich am Donnerstag nach einer Vier-Satz-Niederlage gegen Damir Dzumhur (Bosnien-Herzegowina) aus New York verabschieden musste, war er doch ein Gewinner unter vielen frühen Verlierern im deutschen Lager. Im Januar 2013 hatte Stebe, der zwischenzeitlich fast 30 Monate lang außer Gefecht gesetzt war im professionellen Tennisbetrieb, sein letztes Topturnier bestritten, bei den Australian Open. Nun begeisterte der Mittzwanziger aus Vaihingen an der Enz vorübergehend sogar als Comeback-Phänomen der US Open, mit erfolgreich überstandener Qualifikation und einem Erstrundensieg. "Das ist eine tolle Story, diese Rückkehr in die Weltspitze nach so viel Pech", befand DTB-Herrenchef Boris Becker. Gegen Dzumhur hatten sich Verschleißerscheinungen bei Stebe bemerkbar gemacht, es zwickte in der Hüfte und im Oberschenkel. Immerhin 40 Matches hatte er in den letzten zehn Wochen bestritten. "Jetzt muss ich mal etwas Kraft schöpfen, mal zurückdrehen", sagte Stebe.

    "Sicher war das nicht"

    Stebes bisher größter Tennismoment hatte sich vor rund fünf Jahren am Hamburger Rothenbaum abgespielt. Da kam der Schwabe plötzlich im letzten Einzel der Relegationspartie gegen Australien zum Einsatz, beim Stand von 2:2 musste er raus auf den Centre Court, zum Duell gegen Altmeister Lleyton Hewitt. Stebe bestand die Herausforderung mit Bravour, er überrumpelte Hewitt in drei Sätzen. Er bewahrte Deutschland vor dem Abstieg, er war auf einmal ein Davis Cup-Held. Aber was er nach Jahren voller Schmerzen und Sorgen, voller Ängste und Ungewissheiten nun schaffte, war allemal höher zu bewerten als jener schlagzeilenträchtige Erfolgsmoment gegen Hewitt. "Dass ich hier stehe und wieder Grand Slam-Tennis spiele, kommt mir wie ein kleines Wunder vor. Sicher war das nicht immer", sagte Stebe nach dem US Open-Abenteuer in New York.

    Immer wieder hatte er von diesem Augenblick geträumt, von der Rückkehr auf die größten Tennisbühnen. Und dieser Traum hielt auch seine Moral aufrecht, seinen Kampfeswillen, seine Leidenschaft. Sich gegen immer neue Widrigkeiten zu behaupten, Verletzungen serienweise wegzustecken, das stählte ihn. Machte ihn mental härter und stärker als jemals zuvor. Alles ließ er schließlich hinter sich: Hüftverletzungen, Beckenentzündungen, Streßfrakturen, Probleme mit der Lendenwirbelsäule, auch noch eine Leistenoperation. Stetig und beharrlich kämpfte er sich in der Rangliste nach oben, noch im letzten Jahr stand er um Platz 600, dann schaffte er es unter die Top 500, die Top 200.

    Wiedereinstieg in die Top 100

    Und jetzt, nach dem Auftritt in New York, war er seinen eigenen Erwartungen, dem persönlichen Plansoll, schon deutlich voraus - als neuer, alter Top 100-Spieler. "Das hatte ich für diese Saison nicht erwartet. das ist unglaublich." Selbstbewusstsein hatte er zuletzt auch aus starken Auftritten bei Challenger-Turnieren bezogen, vor den US Open gewann er einen gutbesetzten Wettbewerb im kanadischen Vancouver, rauschte dann durch die US Open-Qualifikation hindurch. "Ich bin ein anderer Spieler geworden. Aggressiver, druckvoller, dynamischer", sagt Stebe, der in seinem ersten Tennisleben bis auf Platz 71 der Rangliste sprang, "ich hatte nie so viel Spaß am Tennis wie jetzt."

    Als er sich mit den Verletzungen herumschlug, viele Monate, viele Jahre, entdeckte Stebe auch eine Welt jenseits des Tennis. Er traf sich öfters mit alten Freunden, er griff zu Büchern. Und er spielte vor allem wieder mehr Klavier, eine Leidenschaft seit frühester Kindheit. Doch nun schlägt Stebe erst mal wieder andere Töne an, auf dem Tennisplatz, der andere Tastenbetrieb kommt ein wenig zu kurz. "Aber wenn ich kann, dann spiele ich. Es ist gut für die eigene Kreativität", sagt er.