Cedrik-Marcel STEBE

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Tour

   Poprad-Tatry Challenger
MATCH AUSWÄHLEN
  Poprad-Tatry
Datum 2017-06-19
Preisgeld € 64,000
Runde R32
Belag Clay
Feld 32
Serie Challenger Serie


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  •   May, 2017
  • Cedrik-Marcel Stebe gewinnt deutsches Duell in Genf

    Stebe ringt Struff nieder

    Cedrik-Marcel Stebe, der nur als Lucky Loser in das ATP-World-Tour-250-Turnier in Genf gekommen ist, hat für eine Überraschung gesorgt. Der 26-Jährige gewann das deutsche Duell gegen Jan-Lennard Struff.



    Der einstige Davis-Cup-Held Cedrik-Marcel Stebe hat beim ATP-World-Tour-250-Turnier in Genf überraschend das deutsche Duell gegen Jan-Lennard Struff für sich entschieden und damit seinen zweiten Sieg des Jahres auf der ATP-Tour gefeiert. Der 26-Jährige setzte sich in der ersten Runde mit 6:3, 4:6, 7:6 (7:2) gegen seinen ein Jahr älteren Kontrahenten durch. Struff servierte bei 5:4-Führung zum Gewinn des Matches. Stebe trifft im Achtelfinale auf Ryan Harrison (USA/Nr. 9) oder Janko Tipsarevic (Serbien).

    Neben Stebe hat als einziger Deutscher auch Mischa Zverev mit einem Erfolg am Montag gegen den Niederländer Robin Haase die Runde der letzten 16 erreicht. Für Stebe war der Erfolg gegen Struff eines der seltenen Erfolgserlebnisse auf der Tour. Lediglich im Februar hatte er in Sofia ebenfalls das Achtelfinale erreicht. In der Weltrangliste wird er nur noch auf Position 314 geführt, Struff belegt Platz 47. 2012 hatte Stebe das Davis-Cup-Team in der Relegation gegen Australien mit einem Sieg im Schlusseinzel gegen Lleyton Hewitt vor dem Abstieg bewahrt.

  • Stebe bleibt nur ein Achtungserfolg

    Lokalmatador aus Enzweihingen verliert beim ATP Challenger Neckar-Cup in Heilbronn in erster Runde gegen Guido Pella mit 4:6 und 6:7.

    Bei Turnieren vor der Haustüre fühlt sich Cedrik-Marcel Stebe wohl. Das hat der Tennisprofi aus Enzweihingen in der Vergangenheit bewiesen. Und das zeigte er auch beim ATP-Challenger-Turnier Neckar-Cup. Der Weltranglisten-321. forderte den Argentinier Guido Pella bis zum Äußersten. Doch am Ende musste er sich am Dienstagabend mit 4:6 und 6:7 (2:7) geschlagen geben.



    Heilbronn/Enzweihingen. Erst vor rund 14 Tagen hatte Cedrik-Marcel Stebe fast keinen Stich gegen Guido Pella gemacht. Beim ATP-250-Turnier von München, den BMW Open, verlor der 26 Jahre alte Enzweihinger, der in der Zwischenzeit vor den Toren der bayrischen Landeshauptstadt wohnt, gegen die Nummer 111 der Welt glatt mit 0:6 und 2:6. Aus seinen Fehlern von damals schien Stebe jetzt gelernt zu haben. Beim ATP-Challenger-Turnier Neckar-Cup auf der Anlage des TC Heilbronn am Trappensee verlangte der Weltranglisten-321., der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte, dem Argentinier alles ab. Am Ende zog er aber in der ersten Runde doch den Kürzeren und musste sich nach 1:58 Stunden mit 4:6 und 6:7 (2:7) geschlagen geben.

    Beide Spieler zeigten fast die gesamte Spielzeit ein Match auf Augenhöhe und begeisterten die wenigen Zuschauer, die sich an den Trappensee verirrt hatten – darunter ein kleiner Stebe-Fanclub von Spielern des TV Vaihingen, die den Lokalmatador lautstark anfeuerten –, mit hochklassigen Ballwechseln. Der Enzweihinger zeigte sich in seinen ersten Aufschlagspielen beispielsweise viel angriffslustiger als sonst. Ein ums andere Mal ging Stebe ans Netz vor – meist mit Erfolg. Auf der anderen Seite brachte Pella den 26-jährigen Deutschen immer wieder mit seiner über das Netz gepeitschten Vorhand in Bedrängnis.

    Den Höhepunkt erreichte der Schlagabtauschs der beiden Tennis-Profis im ersten Satz im siebten Aufschlagspiel. Keiner der beiden Kontrahenten wollte in diesem wichtigen Service klein beigeben. Beide schlugen sich die Bälle um die Ohren, gaben aber keinen Ball verloren. Sie griffen sogar in die Trickkiste. Pella schlug einen Lob von Stebe, den der Enzweihinger über den Kopf des Argentiniers hinweg auf die Grundlinie platziert hatte, durch die Beine zurück. Wenig später wurde Stebe am Netz kalt erwischt. Pella hatte einen Ball direkt auf den Körper des 26-Jährigen platziert. Der versuchte noch, den Ball hinter dem Rücken anzunehmen und zwischen den Beinen zurückzuspielen. Doch letztlich landete die gelbe Filzkugel an der Netzkante. Als Pella dann seinen zweiten Breaball in diesem Aufschlagspiel von Stebe zur 4:3-Führung nutzte – der Enzweihinger hatte vier Spielbälle liegen gelassen – waren bereits 38 Minuten gespielt.

    Danach ging es allerdings ganz schnell. Bei beiden schien nach diesem Mammutaufschlagspiel etwas die Luft raus zu sein. Stebe breakte zwar den Argentinier sofort wieder zum 4:4. Doch ohne einen einzigen Punktgewinn überließ der Enzweihinger Pella direkt im Anschluss wieder den Vorteil. Und der Südamerikaner ließ sich die Einladung nicht entgehen. Nach 48 Minuten nutzte er seinen ersten Satzball, weil Stebe eine Vorhand longline weit neben die Seitenauslinie setzte.

    Der zweite Satz war zwar nicht mehr ganz so hochklassig wie der erste, aber immer noch an Spannung kaum zu überbieten. Nach ausgeglichenem Beginn verschaffte sich Pella erneut einen Vorteil. Der Argentinier nahm Stebe den Aufschlag zur 3:2-Führung ab. Dabei hatte der Enzweihinger bei Breakball gegen sich Pella schon in die Defensive gedrängt. Doch der Südamerikaner befreite sich und machte den Sack mit einem Passierball am ans Netz vorgerückten Stebe vorbei. „So dumm“, haderte der Weltranglisten-321. mit sich selbst.

    Stebe gab sich aber nicht auf. Beim 4:4 war er wieder im Spiel. Er schaffte trotz einiger Spielbälle für den Südamerikaner das Rebreak zum Ausgleich. Der 26-Jährige schien nun das Momentum auf seiner Seite zu haben. Beim Stand von 6:5 hatte er wenig später zwei Satzbälle. Doch Pella zog seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge und glich aus.

    Im Tiebreak war die Luft bei Stebe aber raus. Schnell setzte sich Pella ab. Bei 5:1 wurden die Seiten gewechselt. Das war die Vorentscheidung. Pella ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Am Ende hieß es 7:2 für ihn in der Verlängerung des zweiten Durchgangs. Stebe blieb nur der Trost, dass er mit einem Spieler, der mehr als 200 Plätze besser platziert ist als er, mithalten kann und dass er fünf Punkte in der Weltrangliste gutgeschrieben bekam.

  • Stebe beweist Match- und Nervenstärke

    Enzweihinger schlägt in Qualifikation des Neckar-Cups Kekez und Wu – Heute (12 Uhr) gegen Bachinger um Einzug ins Hauptfeld.

    Cedrik-Marcel Stebe spielt heute gegen Matthias Bachinger um den Einzug ins Hauptfeld des ATP-Challengers Neckar-Cup in Heilbronn. Der Tennisprofi aus Enzweihingen kostete sein Heimspiel bisher aber voll aus. In der ersten und in der zweiten Runde der Qualifikation benötigte Stebe jeweils drei Sätze – 2:6, 6:0 und 6:3 gegen Duje Kekez sowie 3:6, 6:3 und 7:5 gegen Di Wu.



    Heilbronn/Enzweihingen. „Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich jeweils in zwei Sätzen gewonnen hätte“, berichtet Cedrik-Marcel Stebe. „Doch man kann es sich nicht aussuchen. Und das Feld hier in Heilbronn ist stark besetzt. Eine Woche vor den French Open will jeder noch einmal spielen. Daher ist die Qualifikation hier fast wie ein eigenes Turnier.“ Deshalb ist der Weltranglisten-323. aus Enzweihingen auch nicht unzufrieden, dass er keine Wildcard von Turnierdirektor Metehan Cebeci erhalten hat. „Eine Wildcard wäre natürlich schön gewesen – auch für den Körper. Aber es ist nicht schlecht, die Qualifikation zu spielen. So bekomme ich auf jeden Fall ein paar Partien. Und nur über Spiele bekommt man wieder die Matchhärte“, berichtet der 26 Jahre alte Tennisprofi.

    Match- und vor allem auch Nervenstärke bewies Stebe in den ersten beiden Runden der Qualifikation. Zunächst setzte er sich am Samstag gegen den Kroaten Duje Kekez (ATP 940) mit 2:6, 6:0 und 6:3 durch. Dabei lief es im ersten Satz überhaupt nicht für den Enzweihinger. Dem 26-Jährigen unterliefen viele einfache Fehler – sowohl mit der Vor- als auch mir der Rückhand. Gleich sein zweites Aufschlagspiel der Partie musste er abgeben. Zudem verlor er seinen Service zum 2:5. Auf der anderen Seite brachte Kekez seine Aufschlagspiele relativ souverän durch. Der Kroate setzte Stebe meist mit seinem ersten Aufschlag unter Druck, so dass er das Heft des Handelns in der Hand hatte. „Ich habe am Anfang versucht, aggressiv zu spielen. Das hatte ich mit meinem Betreuer Markus Wislsperger auch so durchgesprochen. Doch ich habe das wohl zu ernst genommen und bin immer auf den Punkt gegangen. Gleichzeitig habe ich meine Beine nicht richtig bewegt“, zeigt sich Stebe selbstkritisch.

    In Satz zwei gegen Kekez zeigt Stebe ein ganz anderes Gesicht

    Im zweiten Durchgang zeigte der Enzweihinger dann ein ganz anderes Gesicht. Nach dem souveränen Gewinn seines Aufschlagspiels erspielte er sich beim ersten Service von Kekez gleich Breakbälle. Den ersten ließ Stebe noch aus. Doch dann machte er zwei Punkte mit Longline-Schlägen zum 2:0. „Ich habe versucht, mich im zweiten Satz zu bewegen und besser zum Ball zu stehen. Das hat auch ganz gut geklappt“, berichtet Stebe. „Außerdem hat Kekez das Break gleich zu Beginn des Durchgangs ziemlich gewurmt. Danach habe ich das Momentum genutzt und bin weggelaufen.“ Währen der 26-Jährige seine Aufschlagspiele in der Regel souverän gewann, nachte der Kroate kein Bein mehr auf den Boden. Mit 6:0 holte sich Stebe nach dem 2:6 den Satzausgleich.

    Anschließend kam Kekez aber wieder etwas besser ins Spiel. „Er hat wieder gut serviert“, zollt Stebe seinem Konkurrenten Respekt, ergänzt allerding: „Aber seine Aufschlagspiele gingen fast immer über Einstand. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn breake.“ Seinen Service nahm Stebe dem Kroaten im sechsten Spiel zur 4:2-Führung ab. Diesen Vorsprung ließ sich der Enzweihinger nicht mehr nehmen. Nach 1:28 Stunden nutzte er gleich seinen ersten Matchball, den Kekez ins Netz setzte – 6:3.

    Dann besiegte Stebe am Sonntag den Chinesen Di Wu (ATP 215) mit 3:6, 6:3 und 7:5. Ein hartes Stück Arbeit. Im ersten Satz sah der Enzweihinger bei Aufschlag Wu kaum einen Stich. Außerdem musste er gleich wieder sein zweites Aufschlagspiel der Partie zum 1:4 abgeben. „Wu war am Anfang sehr aggressiv. Er hat keinen Fehler gemacht und seine Bälle immer an die Linien platziert“, berichtet Stebe. Das eine Break war genug. Der Chinese brachte den Vorsprung souverän ins Ziel – 6:3.

    Nach fast perfektem Durchgang eins bekommt Wu immer mehr Probleme

    Doch schon der Anfang des zweiten Durchgangs zeigte, dass Stebe sich steigern kann – und dass Wu sein Niveau nicht aufrechterhalten kann. Bereits im ersten Aufschlagspiel des Chinesen erspielte sich der Enzweihinger drei Breakbälle. Doch noch zog Wu seinen Kopf aus der Schlinge und nutzte seinen zweiten Spielball. Doch beim Stand von 3:2 für Stebe gelang dem Weltranglisten-323. das Break. Wie im ersten Satz war das eine Break der entscheidende Vorteil. Denn weder Wu noch Stebe gaben sich anschließend eine weitere Blöße. Der Enzweihinger nutzte letztlich seinen zweiten Satzball zum 6:3. „Im zweiten Satz ist es mir besser gelungen, ihn unter Druck zu setzen und ihn vor allem auch bei seinem eigenen Aufschlag zu beschäftigen“, berichtet Stebe.

    Der dritte Satz wurde zu einer emotionalen Berg- und Talfahrt. Zunächst erarbeitete sich Wu einen Vorteil, indem er Stebes Aufschlagspiel zur 2:0-Führung abnahm. Dann konterte Stebe. Er holte sich die nächsten vier Services und ging selbst mit 4:2 in Führung. Alles deutete auf den Einzug des Enzweihingers ins Finale der Qualifikation hin. Doch Wu gab sich noch nicht geschlagen. Nachdem er seinen eigenen Aufschlag nach 0:30 mit vier Punkten in Folge gewonnen hatte, holte er sich auf Stebes Service zum 4:4. Wenig später hatte er den Enzweihinger richtig unter Druck gesetzt. Er führte mit 5:4. „Ich war kurz etwas unkonzentriert“, erklärt Stebe. „Wenn Wu seine Schläge trifft und ich Fehler mache, ist ein Aufschlagspiel schnell mal weg. Wu ist ein ganz unangenehm zu spielender Gegner.“ Doch der 26-Jährige hatte seine Nerven unter Kontrolle. Zunächst glich er zum 5:5 aus, nutzte dann den ersten von drei Breakbällen bei Aufschlag Wu zum 6:5, und hatte sich wenig später bei eigenem Service drei Matchbälle. Den ersten schenkte er mit einem Doppelfehler noch einmal her. Doch dann flog eine Rückhand des Chinesen nach 1:52 Stunden ins Aus.

     

  •   Apr, 2017
  • Qualifikation: Zwei weitere Deutsche im Hauptfeld der BMW Open by FWU

    Strahlender Sonnenschein und spannende Partien: Am Wochenende wurde die Qualifikation der BMW Open by FWU ausgetragen. Die Ergebnisse im Überblick:



    Cedrik-Marcel Stebe war dank einer Wildcard in die Qualifikation der BMW Open by FWU gerutscht und sorgte gleich für zwei faustdicke Überraschungen. Erst schlug er am Samstag den Franzosen Julien Benneteau klar in zwei Sätzen, dann setzte er sich auch am Sonntag gegen Jerzy Janowicz durch. Im ersten Satz konnte die Partie kaum knapper sein, Stebe wehrte einige Satzbälle von Janowicz ab, ehe er den ersten Satz im Tiebreak mit 12:10 für sich entschied. Im zweiten Satz konnte Janowizc dem Deutschen nicht mehr viel entgegensetzen und wir sagen: Herzlich Willkommen im Hauptfeld der BMW Open by FWU, Cedric!

    Pella, Kovalik und Hanfmann im Hauptfeld der BMW Open by FWU

    Mit Yannick Hanfmann hat ein weiterer deutscher Spieler den Sprung ins Hauptfeld der BMW Open by FWU geschafft. In der ersten Runde der Qualifikation setzte er sich gegen Arthur de Greef durch, in der zweiten Runde gewann Hanfmann gegen Uladizmir Ignatik aus Weißrussland.

    Guido Pella (ARG) ging als klarer Favorit in seine beiden Quali-Spiele und zog am Sonntag mit einem Sieg über Yannick Mertens (BEL) ins Hauptfeld ein. Ebenfalls für das Hauptfeld qualifiziert hat sich Jozef Kovalik, aktuell die Nummer 148 der Welt. In der Qualifikation schlug er mit Yannick Maden und Jeremy Jahn gleich zwei deutsche Spieler.

    Alle Spiele und Ergebnisse finden Sie hier

    Das Draw zur Qualifikation finden Sie hier.

    Hier finden Sie den Spielplan für Montag, 01. Mai.

  •   Oct, 2016
  • "Ich bin froh, wenn ich die Matches überlebe"

    Vor vier Jahren rettet Cedrik-Marcel Stebe das deutsche Daviscup-Team vor dem Abstieg - dann stoppt ihn eine beispiellose Verletzungsgeschichte.



    Das Stirnband, das sich Cedrik-Marcel Stebe vor jedem Match um den Kopf bindet, ist noch immer weiß. Wie im September 2012, als er dem deutschen Davis-Cup-Team am Hamburger Rothenbaum in der fünften und letzten Partie den entscheidenden dritten Punkt zum Klassenverbleib gegen Australien bescherte - mit einem Sieg gegen den früheren Weltranglistenersten Lleyton Hewitt. Das Stirnband ist das letzte Überbleibsel aus seiner erfolgreichsten Zeit als professioneller Tennisspieler. Stebe war damals mit 21 Jahren so etwas wie der Hoffnungsträger im deutschen Tennis, Nummer 71 der Welt, ein Spieler mit flotten Schlägen und riesigem Potenzial. Eingehüllt in die Deutschlandfahne feierte Stebe nach dem verwandelten Matchball mit den euphorisierten Zuschauern ein weiteres Jahr in der Weltgruppe der besten 16 Nationen.

    Wenn Stebe, 26, heute antritt, schauen mehr Spieler und Trainer zu als Besucher. In der vergangenen Woche schlug er beim Future-Turnier in Oberhaching auf - er ist zurück auf der untersten Turnierebene im Welttennis, nachdem ihn nicht enden wollende Verletzungsprobleme von der großen Bühne geworfen haben. Zweieinhalb Jahre spielte der gebürtige Schwabe, der inzwischen in Vaterstetten lebt, überhaupt nicht mehr, bis er im Mai dieses Jahres wieder an seinem ersten Turnier teilnahm.

    Seine Krankenakte wächst auf die Dicke der Bibel an

    Nach seinem Zweitrundensieg in Oberhaching gegen den Schweizer Raphael Baltensperger sitzt Stebe im Kraftraum und lockert seine Muskulatur. "Ich muss meinen Körper wieder an die Belastungen gewöhnen", erzählt er und fügt nach einer Kunstpause hinzu: "Ich bin einfach nur froh, dass ich wieder spielen kann. Und die Matches überlebe."

    Stebe ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine hoffnungsvolle Karriere schnell in der Sackgasse enden kann, wenn der Körper nicht mitspielt. Nach der ersten Operation wegen eines sogenannten Hüftimpingements, einer Gelenkblockade, im September 2013 folgte ein beispiellose Verletzungsgeschichte. Seine Krankenakte wuchs in dieser Zeit auf die Dicke der Bibel an. Nach der Genesung kam der nächste Rückschlag. Rückenbeschwerden, Schambeinentzündung links, Lendenwirbelprobleme, eine weiche Leiste links, eine weiche Leiste rechts, die operiert werden musste, und zu schlechter Letzt wieder eine Schambeinentzündung, rechts.

    "Ich habe an mir und den Ärzten gezweifelt"

    "Ich haben schon an mir und den Ärzten gezweifelt", gibt Stebe zu, der ständig zwischen Platz und Praxis hin und her pendelte. Dass Stebe angesichts seiner Leidenszeit nicht alles hingeschmissen und die Profitour verlassen hat, liegt an seiner Herangehensweise an die Situation. Er ertrug sie nur, indem er sich immer weiter von seinem Beruf entfernte.

    Er unterließ es auch, Jubelbilder von seinem Davis-Cup-Sieg anzuschauen, er verfolgte die Szene überhaupt nicht mehr. Stattdessen reiste Stebe, besuchte Freunde in Italien oder auf anderen schönen Flecken der Erde. "Ich konnte nicht mitansehen, wie meine früheren Konkurrenten immer weiter spielten und in der Rangliste nach oben kamen", bekennt Stebe. Er habe den Abstand gebraucht, "damit ich weiter an mich glauben konnte".

    Ganz schmerzfrei ist er bis heute nicht. "Ich habe noch kleinere und größere Wehwehchen, aber insgesamt geht es mir gut", sagt Stebe. Er will nichts mehr überstürzen und hat aufgehört, in großen Zeiträumen zu denken und zu planen. "Ich gehe auf Nummer sicher und bereite mich so gut es eben geht auf jedes Match vor." Am Freitag im Viertelfinale verliert er gegen den an Nummer zwei gesetzten Mats Moraing, Nummer 366 der Welt aus Mülheim an der Ruhr, in 54Minuten 3:6 und 1:6.

    Um sich und seinen Körper zu schonen, verzichtet er im Moment noch darauf, Turniere in Nordamerika oder Asien zu spielen. Er tritt hauptsächlich in Europa an, damit er den Reisestress minimieren kann. Dass sich die behutsame Annäherung an die Tour bezahlt macht, kann er an seinen Ergebnissen ablesen. Er hat sich trotz weniger Turniere schon wieder unter die besten 500 Spieler der Welt vorgearbeitet. "Ich möchte wieder unter die Top 100 kommen", sagt Stebe selbstbewusst.

    Mithilfe eines "protected ranking" tritt er bei den Australian Open an

    An seinem Spiel lässt sich erkennen, dass das kein utopisches Ziel ist. Er hat schnelle Beine, wuchtige Grundschläge und viel Ballgefühl. Als Linkshänder hat er zudem das besondere Gespür für die richtige Platzaufteilung und einen gemeinen Aufschlag. "Mein Spiel ist schon wieder ganz gut", sagt er, doch die Schwankungen nach der langen Pause hat er natürlich noch nicht ausbalancieren können.

    "Ich muss noch alles irgendwie verbessern." Neben dem Training am Leistungszentrum in Oberhaching mit dem ehemaligen Coach von Philipp Kohlschreiber, Markus Wislsperger, hilft ihm dabei sein Protected Ranking: Profis mit langen Verletzungspausen hilft die Spielerorganisation ATP, indem sie deren Ranglistenposition vor der Pause einfriert. Bei Stebe ist das Rang 167. Bei acht Turnieren kann er sie noch in Anspruch nehmen. Im Januar 2017 wird er so beispielsweise bei den Australian Open in der Qualifikation mitspielen dürfen. Die lange Reise nach Down Under soll der Beginn der zweiten Karriere von Cedrik-Marcel Stebe werden. Ohne Verletzungen, aber vielleicht wieder mit Davis-Cup-Einsätzen für Deutschland.

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  •   May, 2017
  • Cedrik-Marcel Stebe gewinnt deutsches Duell in Genf

    Stebe ringt Struff nieder

    Cedrik-Marcel Stebe, der nur als Lucky Loser in das ATP-World-Tour-250-Turnier in Genf gekommen ist, hat für eine Überraschung gesorgt. Der 26-Jährige gewann das deutsche Duell gegen Jan-Lennard Struff.



    Der einstige Davis-Cup-Held Cedrik-Marcel Stebe hat beim ATP-World-Tour-250-Turnier in Genf überraschend das deutsche Duell gegen Jan-Lennard Struff für sich entschieden und damit seinen zweiten Sieg des Jahres auf der ATP-Tour gefeiert. Der 26-Jährige setzte sich in der ersten Runde mit 6:3, 4:6, 7:6 (7:2) gegen seinen ein Jahr älteren Kontrahenten durch. Struff servierte bei 5:4-Führung zum Gewinn des Matches. Stebe trifft im Achtelfinale auf Ryan Harrison (USA/Nr. 9) oder Janko Tipsarevic (Serbien).

    Neben Stebe hat als einziger Deutscher auch Mischa Zverev mit einem Erfolg am Montag gegen den Niederländer Robin Haase die Runde der letzten 16 erreicht. Für Stebe war der Erfolg gegen Struff eines der seltenen Erfolgserlebnisse auf der Tour. Lediglich im Februar hatte er in Sofia ebenfalls das Achtelfinale erreicht. In der Weltrangliste wird er nur noch auf Position 314 geführt, Struff belegt Platz 47. 2012 hatte Stebe das Davis-Cup-Team in der Relegation gegen Australien mit einem Sieg im Schlusseinzel gegen Lleyton Hewitt vor dem Abstieg bewahrt.

  • Stebe bleibt nur ein Achtungserfolg

    Lokalmatador aus Enzweihingen verliert beim ATP Challenger Neckar-Cup in Heilbronn in erster Runde gegen Guido Pella mit 4:6 und 6:7.

    Bei Turnieren vor der Haustüre fühlt sich Cedrik-Marcel Stebe wohl. Das hat der Tennisprofi aus Enzweihingen in der Vergangenheit bewiesen. Und das zeigte er auch beim ATP-Challenger-Turnier Neckar-Cup. Der Weltranglisten-321. forderte den Argentinier Guido Pella bis zum Äußersten. Doch am Ende musste er sich am Dienstagabend mit 4:6 und 6:7 (2:7) geschlagen geben.



    Heilbronn/Enzweihingen. Erst vor rund 14 Tagen hatte Cedrik-Marcel Stebe fast keinen Stich gegen Guido Pella gemacht. Beim ATP-250-Turnier von München, den BMW Open, verlor der 26 Jahre alte Enzweihinger, der in der Zwischenzeit vor den Toren der bayrischen Landeshauptstadt wohnt, gegen die Nummer 111 der Welt glatt mit 0:6 und 2:6. Aus seinen Fehlern von damals schien Stebe jetzt gelernt zu haben. Beim ATP-Challenger-Turnier Neckar-Cup auf der Anlage des TC Heilbronn am Trappensee verlangte der Weltranglisten-321., der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte, dem Argentinier alles ab. Am Ende zog er aber in der ersten Runde doch den Kürzeren und musste sich nach 1:58 Stunden mit 4:6 und 6:7 (2:7) geschlagen geben.

    Beide Spieler zeigten fast die gesamte Spielzeit ein Match auf Augenhöhe und begeisterten die wenigen Zuschauer, die sich an den Trappensee verirrt hatten – darunter ein kleiner Stebe-Fanclub von Spielern des TV Vaihingen, die den Lokalmatador lautstark anfeuerten –, mit hochklassigen Ballwechseln. Der Enzweihinger zeigte sich in seinen ersten Aufschlagspielen beispielsweise viel angriffslustiger als sonst. Ein ums andere Mal ging Stebe ans Netz vor – meist mit Erfolg. Auf der anderen Seite brachte Pella den 26-jährigen Deutschen immer wieder mit seiner über das Netz gepeitschten Vorhand in Bedrängnis.

    Den Höhepunkt erreichte der Schlagabtauschs der beiden Tennis-Profis im ersten Satz im siebten Aufschlagspiel. Keiner der beiden Kontrahenten wollte in diesem wichtigen Service klein beigeben. Beide schlugen sich die Bälle um die Ohren, gaben aber keinen Ball verloren. Sie griffen sogar in die Trickkiste. Pella schlug einen Lob von Stebe, den der Enzweihinger über den Kopf des Argentiniers hinweg auf die Grundlinie platziert hatte, durch die Beine zurück. Wenig später wurde Stebe am Netz kalt erwischt. Pella hatte einen Ball direkt auf den Körper des 26-Jährigen platziert. Der versuchte noch, den Ball hinter dem Rücken anzunehmen und zwischen den Beinen zurückzuspielen. Doch letztlich landete die gelbe Filzkugel an der Netzkante. Als Pella dann seinen zweiten Breaball in diesem Aufschlagspiel von Stebe zur 4:3-Führung nutzte – der Enzweihinger hatte vier Spielbälle liegen gelassen – waren bereits 38 Minuten gespielt.

    Danach ging es allerdings ganz schnell. Bei beiden schien nach diesem Mammutaufschlagspiel etwas die Luft raus zu sein. Stebe breakte zwar den Argentinier sofort wieder zum 4:4. Doch ohne einen einzigen Punktgewinn überließ der Enzweihinger Pella direkt im Anschluss wieder den Vorteil. Und der Südamerikaner ließ sich die Einladung nicht entgehen. Nach 48 Minuten nutzte er seinen ersten Satzball, weil Stebe eine Vorhand longline weit neben die Seitenauslinie setzte.

    Der zweite Satz war zwar nicht mehr ganz so hochklassig wie der erste, aber immer noch an Spannung kaum zu überbieten. Nach ausgeglichenem Beginn verschaffte sich Pella erneut einen Vorteil. Der Argentinier nahm Stebe den Aufschlag zur 3:2-Führung ab. Dabei hatte der Enzweihinger bei Breakball gegen sich Pella schon in die Defensive gedrängt. Doch der Südamerikaner befreite sich und machte den Sack mit einem Passierball am ans Netz vorgerückten Stebe vorbei. „So dumm“, haderte der Weltranglisten-321. mit sich selbst.

    Stebe gab sich aber nicht auf. Beim 4:4 war er wieder im Spiel. Er schaffte trotz einiger Spielbälle für den Südamerikaner das Rebreak zum Ausgleich. Der 26-Jährige schien nun das Momentum auf seiner Seite zu haben. Beim Stand von 6:5 hatte er wenig später zwei Satzbälle. Doch Pella zog seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge und glich aus.

    Im Tiebreak war die Luft bei Stebe aber raus. Schnell setzte sich Pella ab. Bei 5:1 wurden die Seiten gewechselt. Das war die Vorentscheidung. Pella ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Am Ende hieß es 7:2 für ihn in der Verlängerung des zweiten Durchgangs. Stebe blieb nur der Trost, dass er mit einem Spieler, der mehr als 200 Plätze besser platziert ist als er, mithalten kann und dass er fünf Punkte in der Weltrangliste gutgeschrieben bekam.

  • Stebe beweist Match- und Nervenstärke

    Enzweihinger schlägt in Qualifikation des Neckar-Cups Kekez und Wu – Heute (12 Uhr) gegen Bachinger um Einzug ins Hauptfeld.

    Cedrik-Marcel Stebe spielt heute gegen Matthias Bachinger um den Einzug ins Hauptfeld des ATP-Challengers Neckar-Cup in Heilbronn. Der Tennisprofi aus Enzweihingen kostete sein Heimspiel bisher aber voll aus. In der ersten und in der zweiten Runde der Qualifikation benötigte Stebe jeweils drei Sätze – 2:6, 6:0 und 6:3 gegen Duje Kekez sowie 3:6, 6:3 und 7:5 gegen Di Wu.



    Heilbronn/Enzweihingen. „Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich jeweils in zwei Sätzen gewonnen hätte“, berichtet Cedrik-Marcel Stebe. „Doch man kann es sich nicht aussuchen. Und das Feld hier in Heilbronn ist stark besetzt. Eine Woche vor den French Open will jeder noch einmal spielen. Daher ist die Qualifikation hier fast wie ein eigenes Turnier.“ Deshalb ist der Weltranglisten-323. aus Enzweihingen auch nicht unzufrieden, dass er keine Wildcard von Turnierdirektor Metehan Cebeci erhalten hat. „Eine Wildcard wäre natürlich schön gewesen – auch für den Körper. Aber es ist nicht schlecht, die Qualifikation zu spielen. So bekomme ich auf jeden Fall ein paar Partien. Und nur über Spiele bekommt man wieder die Matchhärte“, berichtet der 26 Jahre alte Tennisprofi.

    Match- und vor allem auch Nervenstärke bewies Stebe in den ersten beiden Runden der Qualifikation. Zunächst setzte er sich am Samstag gegen den Kroaten Duje Kekez (ATP 940) mit 2:6, 6:0 und 6:3 durch. Dabei lief es im ersten Satz überhaupt nicht für den Enzweihinger. Dem 26-Jährigen unterliefen viele einfache Fehler – sowohl mit der Vor- als auch mir der Rückhand. Gleich sein zweites Aufschlagspiel der Partie musste er abgeben. Zudem verlor er seinen Service zum 2:5. Auf der anderen Seite brachte Kekez seine Aufschlagspiele relativ souverän durch. Der Kroate setzte Stebe meist mit seinem ersten Aufschlag unter Druck, so dass er das Heft des Handelns in der Hand hatte. „Ich habe am Anfang versucht, aggressiv zu spielen. Das hatte ich mit meinem Betreuer Markus Wislsperger auch so durchgesprochen. Doch ich habe das wohl zu ernst genommen und bin immer auf den Punkt gegangen. Gleichzeitig habe ich meine Beine nicht richtig bewegt“, zeigt sich Stebe selbstkritisch.

    In Satz zwei gegen Kekez zeigt Stebe ein ganz anderes Gesicht

    Im zweiten Durchgang zeigte der Enzweihinger dann ein ganz anderes Gesicht. Nach dem souveränen Gewinn seines Aufschlagspiels erspielte er sich beim ersten Service von Kekez gleich Breakbälle. Den ersten ließ Stebe noch aus. Doch dann machte er zwei Punkte mit Longline-Schlägen zum 2:0. „Ich habe versucht, mich im zweiten Satz zu bewegen und besser zum Ball zu stehen. Das hat auch ganz gut geklappt“, berichtet Stebe. „Außerdem hat Kekez das Break gleich zu Beginn des Durchgangs ziemlich gewurmt. Danach habe ich das Momentum genutzt und bin weggelaufen.“ Währen der 26-Jährige seine Aufschlagspiele in der Regel souverän gewann, nachte der Kroate kein Bein mehr auf den Boden. Mit 6:0 holte sich Stebe nach dem 2:6 den Satzausgleich.

    Anschließend kam Kekez aber wieder etwas besser ins Spiel. „Er hat wieder gut serviert“, zollt Stebe seinem Konkurrenten Respekt, ergänzt allerding: „Aber seine Aufschlagspiele gingen fast immer über Einstand. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn breake.“ Seinen Service nahm Stebe dem Kroaten im sechsten Spiel zur 4:2-Führung ab. Diesen Vorsprung ließ sich der Enzweihinger nicht mehr nehmen. Nach 1:28 Stunden nutzte er gleich seinen ersten Matchball, den Kekez ins Netz setzte – 6:3.

    Dann besiegte Stebe am Sonntag den Chinesen Di Wu (ATP 215) mit 3:6, 6:3 und 7:5. Ein hartes Stück Arbeit. Im ersten Satz sah der Enzweihinger bei Aufschlag Wu kaum einen Stich. Außerdem musste er gleich wieder sein zweites Aufschlagspiel der Partie zum 1:4 abgeben. „Wu war am Anfang sehr aggressiv. Er hat keinen Fehler gemacht und seine Bälle immer an die Linien platziert“, berichtet Stebe. Das eine Break war genug. Der Chinese brachte den Vorsprung souverän ins Ziel – 6:3.

    Nach fast perfektem Durchgang eins bekommt Wu immer mehr Probleme

    Doch schon der Anfang des zweiten Durchgangs zeigte, dass Stebe sich steigern kann – und dass Wu sein Niveau nicht aufrechterhalten kann. Bereits im ersten Aufschlagspiel des Chinesen erspielte sich der Enzweihinger drei Breakbälle. Doch noch zog Wu seinen Kopf aus der Schlinge und nutzte seinen zweiten Spielball. Doch beim Stand von 3:2 für Stebe gelang dem Weltranglisten-323. das Break. Wie im ersten Satz war das eine Break der entscheidende Vorteil. Denn weder Wu noch Stebe gaben sich anschließend eine weitere Blöße. Der Enzweihinger nutzte letztlich seinen zweiten Satzball zum 6:3. „Im zweiten Satz ist es mir besser gelungen, ihn unter Druck zu setzen und ihn vor allem auch bei seinem eigenen Aufschlag zu beschäftigen“, berichtet Stebe.

    Der dritte Satz wurde zu einer emotionalen Berg- und Talfahrt. Zunächst erarbeitete sich Wu einen Vorteil, indem er Stebes Aufschlagspiel zur 2:0-Führung abnahm. Dann konterte Stebe. Er holte sich die nächsten vier Services und ging selbst mit 4:2 in Führung. Alles deutete auf den Einzug des Enzweihingers ins Finale der Qualifikation hin. Doch Wu gab sich noch nicht geschlagen. Nachdem er seinen eigenen Aufschlag nach 0:30 mit vier Punkten in Folge gewonnen hatte, holte er sich auf Stebes Service zum 4:4. Wenig später hatte er den Enzweihinger richtig unter Druck gesetzt. Er führte mit 5:4. „Ich war kurz etwas unkonzentriert“, erklärt Stebe. „Wenn Wu seine Schläge trifft und ich Fehler mache, ist ein Aufschlagspiel schnell mal weg. Wu ist ein ganz unangenehm zu spielender Gegner.“ Doch der 26-Jährige hatte seine Nerven unter Kontrolle. Zunächst glich er zum 5:5 aus, nutzte dann den ersten von drei Breakbällen bei Aufschlag Wu zum 6:5, und hatte sich wenig später bei eigenem Service drei Matchbälle. Den ersten schenkte er mit einem Doppelfehler noch einmal her. Doch dann flog eine Rückhand des Chinesen nach 1:52 Stunden ins Aus.

     

  •   Apr, 2017
  • Qualifikation: Zwei weitere Deutsche im Hauptfeld der BMW Open by FWU

    Strahlender Sonnenschein und spannende Partien: Am Wochenende wurde die Qualifikation der BMW Open by FWU ausgetragen. Die Ergebnisse im Überblick:



    Cedrik-Marcel Stebe war dank einer Wildcard in die Qualifikation der BMW Open by FWU gerutscht und sorgte gleich für zwei faustdicke Überraschungen. Erst schlug er am Samstag den Franzosen Julien Benneteau klar in zwei Sätzen, dann setzte er sich auch am Sonntag gegen Jerzy Janowicz durch. Im ersten Satz konnte die Partie kaum knapper sein, Stebe wehrte einige Satzbälle von Janowicz ab, ehe er den ersten Satz im Tiebreak mit 12:10 für sich entschied. Im zweiten Satz konnte Janowizc dem Deutschen nicht mehr viel entgegensetzen und wir sagen: Herzlich Willkommen im Hauptfeld der BMW Open by FWU, Cedric!

    Pella, Kovalik und Hanfmann im Hauptfeld der BMW Open by FWU

    Mit Yannick Hanfmann hat ein weiterer deutscher Spieler den Sprung ins Hauptfeld der BMW Open by FWU geschafft. In der ersten Runde der Qualifikation setzte er sich gegen Arthur de Greef durch, in der zweiten Runde gewann Hanfmann gegen Uladizmir Ignatik aus Weißrussland.

    Guido Pella (ARG) ging als klarer Favorit in seine beiden Quali-Spiele und zog am Sonntag mit einem Sieg über Yannick Mertens (BEL) ins Hauptfeld ein. Ebenfalls für das Hauptfeld qualifiziert hat sich Jozef Kovalik, aktuell die Nummer 148 der Welt. In der Qualifikation schlug er mit Yannick Maden und Jeremy Jahn gleich zwei deutsche Spieler.

    Alle Spiele und Ergebnisse finden Sie hier

    Das Draw zur Qualifikation finden Sie hier.

    Hier finden Sie den Spielplan für Montag, 01. Mai.

  •   Oct, 2016
  • "Ich bin froh, wenn ich die Matches überlebe"

    Vor vier Jahren rettet Cedrik-Marcel Stebe das deutsche Daviscup-Team vor dem Abstieg - dann stoppt ihn eine beispiellose Verletzungsgeschichte.



    Das Stirnband, das sich Cedrik-Marcel Stebe vor jedem Match um den Kopf bindet, ist noch immer weiß. Wie im September 2012, als er dem deutschen Davis-Cup-Team am Hamburger Rothenbaum in der fünften und letzten Partie den entscheidenden dritten Punkt zum Klassenverbleib gegen Australien bescherte - mit einem Sieg gegen den früheren Weltranglistenersten Lleyton Hewitt. Das Stirnband ist das letzte Überbleibsel aus seiner erfolgreichsten Zeit als professioneller Tennisspieler. Stebe war damals mit 21 Jahren so etwas wie der Hoffnungsträger im deutschen Tennis, Nummer 71 der Welt, ein Spieler mit flotten Schlägen und riesigem Potenzial. Eingehüllt in die Deutschlandfahne feierte Stebe nach dem verwandelten Matchball mit den euphorisierten Zuschauern ein weiteres Jahr in der Weltgruppe der besten 16 Nationen.

    Wenn Stebe, 26, heute antritt, schauen mehr Spieler und Trainer zu als Besucher. In der vergangenen Woche schlug er beim Future-Turnier in Oberhaching auf - er ist zurück auf der untersten Turnierebene im Welttennis, nachdem ihn nicht enden wollende Verletzungsprobleme von der großen Bühne geworfen haben. Zweieinhalb Jahre spielte der gebürtige Schwabe, der inzwischen in Vaterstetten lebt, überhaupt nicht mehr, bis er im Mai dieses Jahres wieder an seinem ersten Turnier teilnahm.

    Seine Krankenakte wächst auf die Dicke der Bibel an

    Nach seinem Zweitrundensieg in Oberhaching gegen den Schweizer Raphael Baltensperger sitzt Stebe im Kraftraum und lockert seine Muskulatur. "Ich muss meinen Körper wieder an die Belastungen gewöhnen", erzählt er und fügt nach einer Kunstpause hinzu: "Ich bin einfach nur froh, dass ich wieder spielen kann. Und die Matches überlebe."

    Stebe ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine hoffnungsvolle Karriere schnell in der Sackgasse enden kann, wenn der Körper nicht mitspielt. Nach der ersten Operation wegen eines sogenannten Hüftimpingements, einer Gelenkblockade, im September 2013 folgte ein beispiellose Verletzungsgeschichte. Seine Krankenakte wuchs in dieser Zeit auf die Dicke der Bibel an. Nach der Genesung kam der nächste Rückschlag. Rückenbeschwerden, Schambeinentzündung links, Lendenwirbelprobleme, eine weiche Leiste links, eine weiche Leiste rechts, die operiert werden musste, und zu schlechter Letzt wieder eine Schambeinentzündung, rechts.

    "Ich habe an mir und den Ärzten gezweifelt"

    "Ich haben schon an mir und den Ärzten gezweifelt", gibt Stebe zu, der ständig zwischen Platz und Praxis hin und her pendelte. Dass Stebe angesichts seiner Leidenszeit nicht alles hingeschmissen und die Profitour verlassen hat, liegt an seiner Herangehensweise an die Situation. Er ertrug sie nur, indem er sich immer weiter von seinem Beruf entfernte.

    Er unterließ es auch, Jubelbilder von seinem Davis-Cup-Sieg anzuschauen, er verfolgte die Szene überhaupt nicht mehr. Stattdessen reiste Stebe, besuchte Freunde in Italien oder auf anderen schönen Flecken der Erde. "Ich konnte nicht mitansehen, wie meine früheren Konkurrenten immer weiter spielten und in der Rangliste nach oben kamen", bekennt Stebe. Er habe den Abstand gebraucht, "damit ich weiter an mich glauben konnte".

    Ganz schmerzfrei ist er bis heute nicht. "Ich habe noch kleinere und größere Wehwehchen, aber insgesamt geht es mir gut", sagt Stebe. Er will nichts mehr überstürzen und hat aufgehört, in großen Zeiträumen zu denken und zu planen. "Ich gehe auf Nummer sicher und bereite mich so gut es eben geht auf jedes Match vor." Am Freitag im Viertelfinale verliert er gegen den an Nummer zwei gesetzten Mats Moraing, Nummer 366 der Welt aus Mülheim an der Ruhr, in 54Minuten 3:6 und 1:6.

    Um sich und seinen Körper zu schonen, verzichtet er im Moment noch darauf, Turniere in Nordamerika oder Asien zu spielen. Er tritt hauptsächlich in Europa an, damit er den Reisestress minimieren kann. Dass sich die behutsame Annäherung an die Tour bezahlt macht, kann er an seinen Ergebnissen ablesen. Er hat sich trotz weniger Turniere schon wieder unter die besten 500 Spieler der Welt vorgearbeitet. "Ich möchte wieder unter die Top 100 kommen", sagt Stebe selbstbewusst.

    Mithilfe eines "protected ranking" tritt er bei den Australian Open an

    An seinem Spiel lässt sich erkennen, dass das kein utopisches Ziel ist. Er hat schnelle Beine, wuchtige Grundschläge und viel Ballgefühl. Als Linkshänder hat er zudem das besondere Gespür für die richtige Platzaufteilung und einen gemeinen Aufschlag. "Mein Spiel ist schon wieder ganz gut", sagt er, doch die Schwankungen nach der langen Pause hat er natürlich noch nicht ausbalancieren können.

    "Ich muss noch alles irgendwie verbessern." Neben dem Training am Leistungszentrum in Oberhaching mit dem ehemaligen Coach von Philipp Kohlschreiber, Markus Wislsperger, hilft ihm dabei sein Protected Ranking: Profis mit langen Verletzungspausen hilft die Spielerorganisation ATP, indem sie deren Ranglistenposition vor der Pause einfriert. Bei Stebe ist das Rang 167. Bei acht Turnieren kann er sie noch in Anspruch nehmen. Im Januar 2017 wird er so beispielsweise bei den Australian Open in der Qualifikation mitspielen dürfen. Die lange Reise nach Down Under soll der Beginn der zweiten Karriere von Cedrik-Marcel Stebe werden. Ohne Verletzungen, aber vielleicht wieder mit Davis-Cup-Einsätzen für Deutschland.

Gästebuch

     

  •   Jul, 2016
  • Alexander Lohmann/ Besucher

    Schade es sollte nicht reichen für die Hauptrunde bei schönem Wetter. Stebe : Satral 4 : 6 / 4 : 6 Letzte Chance nun noch im Doppel viel Glück.
  • Alexander / Besucher

    Hamburg: C.-M. Stebe (GER) : G. Andreozzi (ARG) 6 : 2 / 6: 1 Tolles Match mit tollem Lob und anschließenden Stop Ball - Mach weiter so. Hat mich gefreut dich mal wieder getroffen zu haben. Drück dir die Daumen das du weiter kommst.
  •   Apr, 2016
  • Thorsten Wolf

    Hallo, du musstest ja leider beim letzten Future auf das Achtelfinale verzichten. Ich hoffe mal, es ist nicht schlimmes.! Kämpfe weiter. Viele Grüße
  •   Jan, 2016
  • Frank Buschmann

    Hallo, wie sieht es gesundheitlich aus? Kannst Du Deine Karriere fortsetzen?